Archiv der Kategorie: Tierschutz

Tierschutz geht uns alle an.

Tierfreundlicher Eierspaß zum Osterfest

Der Kaninchenbraten und versteckte bunte Eier sind die (nicht ganz so) heilige Ostertradition in vielen Familien. Leider wissen die nur wenige, dass gerade dafür die Tierquälerei keine Grenzen kennt.

Mittlerweile ist der Verkauf von rohen Eiern aus Käfighaltung in der EU verboten (was natürlich nicht funktioniert, den Produktion durch Tierquälerei ist bequem und billig). Auch die Bodenhaltung von Hühnern wird durch bessere Aufklärung beim Verbraucher unbeliebter. Zwar gibt es immer noch »Skandale« in Freiland- und Biohaltung von Hühnern. Doch ist allgemein bekannt, dass diese beiden Haltungsformen für das Huhn immerhin angenehmer sind als Käfig- und Bodenhaltung.

Wenn Sie Ostereier im Handel kaufen, achten Sie auf die Herkunft der Eier. Wie erkennen Sie, dass das Ei von einem vergleichsweise gut gehaltenem Huhn stammt?

  • Rohe Eier müssen gekennzeichnet werden. Stammen sie aus Bio- oder Freilandhaltung, sind sie mit den Ziffern 0 bzw. 1 gekennzeichnet – sowohl auf der Verpackung als auch auf dem Ei. Kennziffer 3 ist ein Käfigei – Finger weg!
  • Auch Bioeier sind manchmal lange auf Reisen, bis sie im Supermarkt ankommen. Das Ursprungsland wird ebenso gekennzeichnet. Ein »D« steht für Eier aus deutscher Herkunft. »NL« bekommt man häufig auf Freiland- und Bioeiern zu lesen. Im Budni in meiner Nachbarschaft werden Alnatura-Bioeier verkauft, die meist aus den Niederlanden stammen. Da doch lieber deutsche Bioeier vom Laden einige Meter weiter!
  • Vorgekochte, bunten Eier stammen in der Regel aus Käfighaltungen. Verarbeitete Eier müssen nicht gekennzeichnet werden. Wenn keine eindeutige Herkunftsangabe vorhanden ist, können Sie davon ausgehen, dass das Ei aus Käfighaltung stammt. Lassen Sie bitte die Finger von diesen Eiern!

Eier selber kochen und bemalen macht Spaß – und stellt sicher, dass kein Huhn für Ihren bunten Osterschmaus Höllenqualen erleiden musste.

Kennen Sie foodwatch? Die Organisation klärt über Lebensmittelskandale auf und setzt sich derzeit für eine Kennzeichnung von verarbeiteten Hühnereinern ein.

11. März 2013: EU-Verbot für Kosmetika-Tierversuche

Ärzte gegen Tierversuche

Eine Farbmaus im Versuchslabor Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Eine Farbmaus im Versuchslabor
Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Der heutige 11. März 2013 ist ein historisches Datum. Ab heute ist der Verkauf von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten und -inhaltsstoffen in der EU gesetzlich verboten.

Der Kampf gegen Tierversuche für Kosmetika war und ist ein langjähriges und vor allem schwieriges Unterfangen. Da Tierversuche größtenteils im Verborgenen ablaufen, ist dem Endverbraucher meist gar nicht bewusst, dass Millionen Tiere sinnlos für die neueste Make-up-Kollektion, die Hautcreme oder das Shampoo leiden.

Die Unterbringung von Farbmäusen im Versuchslabor Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Die Unterbringung von Farbmäusen im Versuchslabor
Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Ebenso wissen nur wenige, dass Tierversuche gar nicht sein müssen, um beispielsweise Medikamente zu testen. Diese Tests können den Menschen sogar zusätzlich gefährden, denn Tierversuche sind nicht unbedingt wirksam, wenn es um Medikamente für Menschen geht.

Im November 2012 trat Tonio Berg das Amt des EU-Kommissars an und erklärte am 30. Januar 2013, dass er an der Kosmetikrichtlinie festhalte, die den Verkauf von an Tieren getesteten Kosmetikprodukten.

Dank der Kampagnen der Europäischen Koalition zur Beendigung von Tierversuchen, der ECEAE und den zahlreichen Unterschriften ist das lange Leiden unzähliger Kleintiere für Kosmetika endlich beendet.

Entnahme einer Blutprobe aus dem Venengeflecht hinter dem Auge eines Hamsters. Foto: SHAC
Entnahme einer Blutprobe aus dem Venengeflecht hinter dem Auge eines Hamsters.
Foto: SHAC

Der heutige Tag bedeutet einen wichtigen Schritt in eine tierversuchsfreie Welt. Gehen wir den Weg weiter, über die Grenzen der europäischen Union hinaus und in die Gebiete der Tierversuche für Medizin und Forschung. Denn auch die sind überholt und unnötig.

Mehr Infos zum Thema Tierversuche gibt’s auf der Website von Ärzte gegen Tierversuche, einer Organisation von Ärzten und Wissenschaftlern, die der ECEAE angehört.